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Die Geschichte wie es dazu kam und wie sie entstand
Im Juli 2004 gab ich meinen ersten Kurs mit meiner eigenen Heilmethode,
Heilendes Herz – die Kraft der Liebe. Dabei fragte mich Sonja, eine
Kursteilnehmerin, ob ich nicht eine CD aufnehmen könne von der Anleitung
zum Heilenden Herz. Das wäre viel einfacher als es sich selbst vorzustellen.
Ich dachte und sagte, wieso nicht? Und liess den Gedanken mal so
stehen.
Swati, meine Freundin aus Boston, machte auch mal die Bemerkung, ich könnte
doch eine CD aufnehmen von meinem Heilenden Herz und eine dritte Person
sprach mich darauf an. Auch während meiner geführten Meditationen
erhielt ich immer wieder sehr positive Rückmeldungen über meine
ideale Stimme für Meditationen.
Immer noch behielt ich die Idee irgendwo im Hintergrund, denn ich
dachte, dazu müsste ich ja auch geeignete Musik haben, und das ist
nicht so einfach. Eine bestehende Musik kann man ja nicht einfach so benutzen.
Dann, Ende September 2004 flog ich nach Amerika, um meine Freundin Pamela
in Laguna Beach, Kalifornien zu besuchen. Mit Pamela machte ich einen Workshop.
Wir waren vier Frauen, die alle eine Stunde des Workshops leiteten. Pamela
hatte auch eine Bekannte eingeladen, die Profiharfenspielerin ist. Sie
hatte vor, an diesem Nachmittag mit Marcia, der Harfenspielerin eine Meditation
zu leiten, da sie mit ihr zusammen eine Meditations-CD aufnehmen wollte.
Doch es sollte anders kommen. Als drittes an diesem Nachmittag kam
ich an die Reihe. Ich führte durch die Anleitung und Erklärung
von Heilendes Herz – die Kraft der Liebe, und dann begann Marcia
dazu ihre Harfe zu spielen. Wir hatten vorher kaum ein Wort gewechselt,
da keine Zeit dazu war, und hatten einfach abgemacht, dass sie Hintergrundmusik
spiele zu meinem Heilenden Herz.
Es tönte wunderschön!!! Die Energie, die sonst schon sehr schön
ist, bekam noch eine ganz andere Dimension. Es war, als ob Marcia die Energie
Heilendes Herz aufnimmt und mit ihrer Musik wieder hinausspielt.
Alle Teilnehmer des Workshops waren total entspannt und tief berührt,
und konnten kaum Worte finden für ihre Empfindungen.
Als wir fertig waren mit meinem Teil des Workshops, kam Marcia zu mir
und fragte mich: „Have you ever thought about making a CD of this?
I think that more people should be able to hear this.“ – Hast
du schon mal daran gedacht, eine CD zu machen damit? Ich finde, dass mehr
Leute das hören sollten."
Ich war ganz erstaunt, denn daran hatte ich schon längere Zeit überhaupt
nicht mehr gedacht. Ich antwortete, dass mich das schon mehrere Leute gefragt
hätten. Und ja, ich würde gerne eine CD machen. Sie sagte: „We
could do one together“. – "Wir können zusammen eine
machen". Ok, sagte ich spontan. Im Februar bin ich wieder da! Marcia
war einverstanden.
Ich plante, im Februar 2005 wieder nach Laguna Beach zu fliegen für
ein Seminar mit Doreen Virtue. Also machten wir ab, dass ich etwas früher
komme und wir dann die CD aufnehmen werden. Marcia hatte sogar schon eine
Telefonnummer von einem Studio in Laguna Beach. Wir besprachen das alles
noch ehe der Workshop an diesem Nachmittag zu Ende war.
So kam ich also zu meiner Musik. Oder besser gesagt, sie kam einfach zu
mir. Was das eigentlich heissen würde, erfuhr ich erst 4 Monate später.
In der Zwischenzeit freute ich mich einfach, dass wir uns sofort auf einer
tieferen Ebene verstanden hatten. Marcia ist eine sehr ruhige, feinfühlige
Person. Sie sagt nicht viel, aber nimmt sehr viel wahr. Ich konnte mich
total mit dem identifizieren und wir kamen etwas ins Gespräch. Auch
wenn wir nicht wirklich viel redeten, verstanden wir uns gleich auf einer
tiefen Ebene. Irgendwie schienen unsere Energie so gut zusammen zu passen.
Wir setzten also im Oktober 2004 die Absicht, dass wir die CD im Februar
2005 aufnehmen.
Ich freute mich über diese Fügung und erzählte meiner Familie
und meinen Freunden davon, die sich mit mir freuten. Von Anfang an war
es irgendwie klar, dass das klappen würde. Ich zweifelte keinen Augenblick
daran. Wir tauschten Telefonnummern und Emailadressen aus und ich flog
wieder nach Hause.
Während der nächsten Zeit blieben Marcia und ich per Email im
Kontakt. Irgendwann rief sie in diesem Studio an, dessen Nummer sie hatte.
Und sie war gleich begeistert von Ron, dem Besitzer des Studios. Er ist
ein Automechaniker, der in seiner Freizeit in seinem Heimstudio arbeitet.
Marcia fuhr ins Studio, um Ron kennen zu lernen. Sie berichtete mir
davon und war ganz begeistert. Er schien ganz unkompliziert zu sein. Auch
der Preis war günstig. Er wollte keinen Stundenlohn, sondern einen
Pauschalbetrag von 200$.
Danach beschränkte sich unser Austausch wieder auf ein gelegentliches
Email, in dem wir einander mitteilten, wo unser Projekt gerade stand, aber
oft war das nicht. Wir vertrauten einfach drauf, dass es schon so kommt,
wie es kommen soll.
Dann rückte der Februar immer näher. Eine Woche vor meinem Flug
begann ich endlich mit dem Design für das CD-Cover. Aber ich hatte
nicht wirklich Zeit und es wollte nicht recht. Stattdessen machte ich meine
Homepage so weit bereit. Als ich mich dann bei Doris, meiner Freundin,
beschwerte, dass ich doch eigentlich fertig sein wollte vor dem Abflug,
meinte sie, entspann dich. Das hat doch einen Grund dass es so ist. Hmmm.
An das hatte ich gar nicht gedacht.
Einen Grund hatte ich schon herausgefunden. José wies mich nämlich
darauf hin, dass ich ein Bild als Hintergrund für mein CD-Cover nehmen
solle. Denn so wirke sie viel professioneller. Das war ein guter Tipp.
Und wenigstens den Kleber für die CD hatte ich fertig.
Bis zu meinem Abflug hatten wir noch kein Datum mit Ron festgesetzt. Marcia
war immer noch daran, ihn zu erreichen. Sie kommunizierten in der Regel über
den Telefonbeantworter…
Als ich in Amerika ankam, rief ich Marcia an. Es war schön, sie wieder
zu hören. Sie war ganz aufgeregt und freute sich riesig. Sie erzählte
mir, dass sie speziell für diese CD Musik komponiert habe. Sie nahm
die Worte „Healing Hearts“ und transformierte sie zu Musik.
Es gibt einen speziellen Code, der von Bach erfunden wurde. Damit wird
jedem Buchstaben ein Ton zugewiesen und dadurch entsteht eine Melodie.
Und drumherum improvisierte sie einfach, indem sie sich mit der Musik verband
und die Musik fliessen liess.
Ich war natürlich begeistert von dieser Idee und so gespannt, die
Musik zu hören. Schliesslich würde sie auf meine CD kommen und
ich hatte sie noch nie gehört.
Aber es war Marcia nicht möglich, mich zu treffen bevor dem Aufnahme-Termin.
Also vertrieb ich all meine Zweifel und Ängste und vertraute wieder,
dass es schon gut ist, denn wir fühlten uns beide so geführt
und hatten beide das Gefühl, dass es uns irgendwie bestimmt war diese
CD aufzunehmen.
Also verbrachten wir ein paar Telefonate mit rechtlichen und finanziellen
Fragen. Schlussendlich einigten wir uns darauf, dass wir es möglichst
einfach halten wollten. Also beschlossen wir, die CDs separat voneinander
zu verkaufen und selber je den Gewinn unserer verkauften CDs zu behalten.
Wir schickten die Absicht rein, dass es fair sein soll und sich niemand
benachteiligt fühlen soll. Sondern jede bekommt das, was gut für
sie ist.
Während meiner ersten paar Tage in Kalifornien war dann auch der
definitive Aufnahmetermin klar. Es sollte Samstag, der 5. Februar 2005
sein, um 14.30 Uhr.
Inzwischen arbeitete ich am Design für die CD-Hülle. Ich fand
innert kürzester Zeit ein Hintergrundbild auf einer Homepage von dem
ich wusste: „Das ist es“. Und das nahm ich und innerhalb einer
Stunde hatte ich die Hülle kreiert… Ja, es hatte wohl einen
Grund. Eigentlich hätte ich das wissen müssen. Es ist doch immer
so bei mir. Wenn es nicht recht will, lieber weglegen und plötzlich
weiss ich – jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Und dann geht alles
leicht und schnell. Damals wusste ich noch nicht, dass das Endprodukt der
Hülle noch lange nicht entstanden war. Aber vorerst war ich zufrieden.
Am Tag vor der Aufnahme, kam Pamela, meiner Freundin, die ich in Laguna
Beach besuchte, in den Sinn, dass sie Mitbesitzerin einer Drucker-Firma
sind. Wir fragten Whitley, die Besitzerin ob sie für mich die CD Cover
und Etiketten drucken könne. Sie kam gleich vorbei und meinte, das
sei kein Problem. Sie würde das gerne für Pam tun. (Pam ist die
Pflegemutter ihrer Tochter.) Und sie wolle mir auch ein paar auf Deutsch
drucken. Das wolle sie mir gerne schenken. Also kam auch das einfach so
zu mir…
Aufnahme im Studio
Dann war es so weit. Der Tag kam und es ging ab ins Studio. Ich wusste,
dass ganz viele Leute an mich dachten und uns die Daumen drückten.
Swati, meine Freundin aus Boston wollte mich während der ganzen
Zeit begleiten, sozusagen im Geist bei mir sein.
Wir fühlten uns gleich wohl im kleinen Heimstudio von Ron Price.
Auch er selber war mir gleich sympathisch. Er hat eine aufgestellte, fröhliche,
sehr interessierte, offene Art. Es stimmte irgendwie gleich zwischen uns
drei.
Marcia und ich hatten uns gefreut, uns wieder zu sehen. Das war das dritte
Mal in unserem Leben, dass wir uns sahen. Auf dem Weg zum Studio redeten
wir nicht viel. Es gab gar nicht viel zu sagen. Irgendwie unterhielten
wir uns auf einer anderen Ebene. Es kam uns nämlich gar nicht komisch
vor, einfach nichts zu sagen. Zumindest nichts Gesprochenes.
Zuerst richtete sich Marcia mit ihrer Harfe ein. Mikrophone wurden aufgestellt,
die Harfe gestimmt.
Jetzt hörte ich zum ersten Mal Marcias Musik und es tönte wunderschön!
Mein Herz begann gleich zu überfluten mit wunderschönen, freudigen
Gefühlen, als ich es hörte. Ein Teil der Melodie kam mir total
bekannt vor. Und es stellte sich heraus, dass das genau der Teil war, der
gemacht wurde aus dem Code von Bach. Witzig…
Dann richtete ich mich ein in einem anderen Raum. Durch die Scheiben konnten
wir alle drei einander sehen.
So starteten wir einfach und machten einen ersten Durchgang. Das Besondere
war, dass Marcia zwar ein paar Noten hatte, die sie immer wieder spielte,
darum herum jedoch, improvisierte sie jedes Mal. Und jedes Mal tönte
es wieder etwas anders. Deshalb konnte sie nicht einfach mitten im Stück
anhalten und dann wieder einsetzen. Sie musste also die 25 Minuten jedes
Mal voll durchspielen und durfte ja keinen Fehler machen, da sie sonst
wieder hätte von vorne anfangen müssen… Ausserdem durfte
sie sich kaum bewegen, da der Kopfhörer, den sie tragen musste, um
uns und sich übers Mikrofon zu hören, nicht ans Holz der Harfe
klopfen durfte. So war sie jedes Mal ganz verkrampft, wenn wir durch waren…
Aber sie war spitze! Sie spielte es jedes Mal ohne Unterbruch durch.
Das war eine geniale Leistung.
Ich hatte es da einfacher, denn meinen Text konnten wir jederzeit nachbearbeiten.
Nach dem ersten Durchgang ging es ab zu Ron, um uns das ganze anzuhören.
Dabei merkten wir, dass Ron das Mikrofon bei Marcia noch etwas umstellen
musste. Die tiefen Töne waren zu laut. Ich war auch noch nicht ganz
zufrieden mit meiner Performance.
Also machten wir eine Pause und probierten es nochmals. Wir hatten
ja nie zusammen geübt und spielten genau das zweite Mal in unserem
Leben zusammen…
Ich fragte Marcia, ob es möglich wäre, dass sie bei einer bestimmten
Stelle in meiner Meditation ihre Musik anpassen könne, denn beim ersten
Durchgang war ich nicht ganz zufrieden mit der Art Musik in jedem Teil
der Meditation. Zum Beispiel, wenn ich sage, dass die Energie aus dem Herz
rausfliesst, war sie gerade am Spielen einer ganz ruhigen, vorsichtigen
Melodie. Und das passte irgendwie nicht.
Marcia meinte, das sei eher schwierig. Sie müsse sich auf die Musik
konzentrieren.
Also sagte ich, dass wir einfach die Absicht setzen und nach oben
abgeben, dass die Musik genau zum Text passt beim nächsten Durchgang.
Der zweite Durchgang war genial. Ich konnte mich ganz entspannen, die
Musik stimmte völlig. Und als die oben erwähnte Stelle kam, in
der die Energie aus dem Herz hinausgeschickt wird, durchströmten mich
freudige Glücksgefühle, als Marcia genau zum gleichen Zeitpunkt,
genau, als ich das sagte, begann, die Stelle ihrer Musik zu spielen, die
aus den Worten „Healing Hearts“ gemacht wurde. Die wunderschöne
Melodie. Wir hätten es nicht besser planen können!
Und das passierte an einigen Stellen. Zum Beispiel sage ich zum Schluss
meiner Anleitung, bevor ca. 7 Minuten nur Harfenmusik kommt: „lass
es fliessen“. Und gleich, als ob ich das Kommando dazu gegeben hätte,
begann Marcia den Teil der Musik zu spielen, der ganz schnell und fliessend
ist…
Als wir durch waren mit dieser Version, spürten wir einfach: „That’s
it!“ Das ist es. Das wollen wir behalten. Marcia kam aus ihrem Raum
gerannt, ganz aufgeregt und erfreut. Auch ich hatte ein total gutes Gefühl.
Hatte die Energie total gespürt, wie sie durchkam!
Wir setzten uns auf die weisse Couch und hörten uns unser Kunstwerk
an.
Schon beim ersten Mal hören hatte es mich erstaunt, dass ich gar kein
Problem damit hatte, meine eigene Stimme so zu hören. Sie gefiel mir!
Ich dachte eher: „Who’s that girl? I like her voice!“ Ron
hatte auch spontan gemeint, als er mich zum ersten Mal hörte, dass
ich eine ideale Stimme für das habe.
Auch Marcia bemerkte, dass ihr ihre Musik sehr gut gefiel. Das war
sehr speziell für uns, die wir sonst sehr selbstkritisch sind.
Und bei dieser Version sassen wir fast sprachlos auf der Couch. Wir
hörten uns selber zu und mein Herz strömte über vor Freude
und Glücksgefühlen! Wir mussten einfach sagen, dass es soo gut
ist! Auch Ron war begeistert.
Ich hatte 3-4 Versprecher in meinem Text. Die galt es jetzt zu ersetzen.
Dazu setzte ich mich wieder auf meinen Platz mit dem Notenständer
und dem Text, Mikrofon und Kopfhörer auf, und dann spielte Ron mir
die Stelle vor, und dann musste ich den Textteil im gleichen Tempo, im
gleichen Tonfall und in der gleichen Lautstärke nochmals sagen, aber
ohne Fehler.
DAS MACHTE SO VIEL SPASS!!! Und Ron meinte, ich sei ein Naturtalent.
Es fiel mir gar nicht schwer. Und wenn es nicht auf Anhieb klappte, sagte
ich einfach nach oben: Bitte helft mir, diesen Teil genau so zu sprechen,
dass er hineinpasst. Und es klappte. So schaffte ich es auch, einen ganzen,
längeren Satz im genau gleichen Tempo zu sagen. Das war schwierig.
Denn man hörte auf der Originalversion noch ganz leise die frühere
Version, und die musste übertönt werden. Aber so hatten wir bald
alle Fehler beseitigt. Und fertig war die englische Version.
Jetzt wollten wir uns an die deutsche Version machen. Marcia war recht
müde, und Ron meinte, wir könnten ihre Musik auch vom Band benutzen,
so dass nur ich die nächsten Teile reden würde, und sie nicht
nochmals spielen müsste. Ich hatte von Anfang an das Gefühl,
dass es anders sein würde, wenn sie nochmals spielt. Denn dann würde
sicher eine andere Energie durchkommen. Denn die deutsche Version ist sicher
anders von der Energie her als die englische. Aber Marcia zuliebe probierte
ich es trotzdem.
Zuerst hatte ich Mühe, auf Deutsch umzustellen. Alles war in Englisch
und ich hatte eine Woche englisch geredet, und plötzlich musste ich
hochdeutsch reden.
Ausserdem hatte ich noch nie Heilendes Herz auf hochdeutsch geleitet.
Ich hatte es auch nie geübt, was sicher ein Fehler meinerseits war.
Auch war der Text der deutschen Version leicht anders, da ich ursprünglich
geplant hatte, die CD ohne Textvorlage aufzunehmen. Also ganz frei gechannelt.
Aber das war mir dann doch zu schwierig. So fest konnte ich mich nicht
entspannen. Schliesslich war alles so neu für mich und ich wollte
nicht, dass Marcia ein paar Mal spielen musste… Ich hätte es
sicher so üben können bis ich es gut auswendig kann. Aber dazu
hatte ich schlicht und einfach keine Zeit. Oder es kam mir auch gar nicht
in den Sinn. Musste wohl so sein.
Jedenfalls lief es nicht so gut. Die Energie war irgendwie weg. Ich war
auch müde. Ausserdem war es merkwürdig so allein. Marcia und
Ron redeten sogar miteinander im anderen Raum. Auch wenn ich sie nicht
sehen konnte, konnte ich es doch hören und das irritierte mich.
Also bat ich nach dem ersten Durchgang Marcia, ob sie sich wieder
auf ihren Platz setzen könne und ganz präsent sein. Das machte
sie gerne und dann war es etwas besser.
Aber nach etwa der Hälfte brach ich ab, da ich merkte, dass ich zu
müde wurde und dass ich wollte, dass Marcia live mitspielte.
Beide waren einverstanden damit, also beschlossen wir, am nächsten
Tag nochmals zu kommen und die deutsche Version aufzunehmen.
Inzwischen waren 3 ½ Stunden vergangen. Jetzt mussten wir aber
erst mal die englische Version auf den Computer überspielen, damit
wir eine CD brennen konnten, die wir dann daheim hören würden.
Das geschah im Realtime-modus, dauerte also nochmals über eine Stunde.
Bis wir dann aus dem Studio raus waren war es schon nach 21 Uhr abends.
Und um 14.30 waren wir im Studio angekommen. Aber wir freuten uns beide,
dass wir am nächsten Tag nochmals kommen durften. Es machte richtig
Spass.
Ron selber macht sonst selber Rockmusik. Er hatte auch schon Heavy Metal
Bands und allgemein eher laute Musik zur Aufnahme. Die Harfe war für
ihn sehr faszinierend. Er hatte noch nie eine Harfe aufgenommen. Auch der
spirituelle Aspekt der Meditation gefiel ihm. Er macht zwar selber nicht
viel in diese Richtung, ist aber offen dafür. Und als er die Meditation
mit der Musik zum ersten Mal hörte, sagte er, dass er sich am liebsten
nur zurückgelehnt und zugehört hätte, anstatt die Schalter
zu drehen und anzupassen. Es gefiel ihm gut. Er hörte auch jedes Mal
voller Hingabe zu, wenn wir es nochmals durchhören mussten.
In der Nacht konnte ich nicht viel schlafen. Ich wachte immer wieder auf
und in meinen Ohren klang die ganze Zeit die Harfenmusik.
Am nächsten Morgen hörte ich mir die Aufnahme nochmals an und
es gefiel mir immer noch gut. Ich bemerkte noch etwas, das ich ändern
wollte und sonst war ich zufrieden.
Den Morgen verbrachte ich damit, die deutsche Version umzuschreiben, so
dass sie ähnlicher wird wie die englische. So konnte ich es auch besser
auf die Musik anpassen, da ich die Musik schon etwas kannte.
Ausserdem chattete ich mit Swati. Sie hatte mich schon gestern die ganze
Zeit unterstützt. Ich hatte einen Flash gehabt, wo ich das Gefühl
hatte, sie stand fast physisch vor mir. So stark war ihre Präsenz.
Ich erzählte Swati, dass ich heute lauter reden müsse. Denn ich
hatte das Gefühl, dass man auf der Aufnahme ein Rauschen höre,
weil das Mikrofon so voll aufgedreht werden musste, damit man meine leise
Stimme hörte.
Ich machte mit Swati ab, dass sie mir immer wieder sagen soll, ich solle
lauter sprechen. Sie meinte, sie könne mich immer wieder in den Rücken
pieksen. Also machten wir einen Probedurchlauf. Sie wollte mich pieksen
und ich sollte versuchen, ob ich es spüre. Ich spürte aber kein
Pieksen, sondern es wurde ganz warm im Rücken. Und dann wurde es ganz
warm in den Füssen.
Das erzählte ich Swati. Und sie war ganz begeistert, denn sie hatte
plötzlich das Gefühl gehabt, sie solle mich nicht Pieksen, sondern
sich mit meinem Rücken verbinden und sie hatte sich auf Wärme
konzentriert und nicht gepiekst. Danach hatte sie das gleiche mit meinen
Füssen gemacht.
Dann war der Vormittag schon bald vorbei.
Da ich vor der Aufnahme eine Weile mit meiner Mutter telefonierte,
war ich auch eher in der deutschen Sprache drin. Ich hatte deshalb
jedoch keine Zeit mehr, mich wieder so richtig vorzubereiten und
in die Energie zu vertiefen. Die Zeit verging zu schnell und es war
schon 12.40 und Marcia holte mich ab.
Die Energie im Studio war an diesem zweiten Tag ganz anders. Wir kannten
uns schon, wussten was uns erwartete, waren selbstbewusster und aufgestellt.
Ron hatte sogar Kerzen aufgestellt und die Räume noch mehr verdunkelt,
so dass richtig Stimmung aufkam.
Auch hatten wir alles so gelassen wie am Vortag und mussten jetzt
nur noch die Harfe stimmen und starten.
Während Marcia am Stimmen war, plauderte ich mit Ron. Er erzählte,
dass er am Vorabend alles noch ein paar Mal durchgehört habe, als
er im Auto unterwegs war. Dabei war ihm sofort aufgefallen, dass es so
tönt, als ob ich sage: „Close your eye“ statt „Close
your eyes“. Also „Schliesse dein Auge“ anstatt „Schliesse
deine Augen“. Das wolle er heute noch fixen. Wir mussten beide lachen
bei der Vorstellung, nur ein Auge zu schliessen. Ich fügte hinzu,
dass wir eine Anleitung in die CD-Beilage tun, mit der man zuerst trainieren
könne nur ein Auge zu schliessen. So hatten wir es lustig.
Dann schwärmte er, wie ihm meine Stimme gefalle auf der CD. Sie erinnere
ihn an Gwyneth Paltrow, wie sie in Herr der Ringe die Geschichte erzähle.
Er meinte, ich könne fast Schauspielerin werden. Es sei so was Mystisches
in meiner Stimme, als ob ein Engel sprechen würde… Ich sagte
ihm schmunzelnd, dass das wohl auch so sei.
Ich war etwas nervös heute. Wir starteten mit der deutschen Version.
Gleich spürte ich ein warmes Gefühl durch mich hindurch, das
mir sagte: „Sprich lauter!“ und ich hörte Swati. Und das
passierte während der ganzen Aufnahme! Immer wieder durchlief mich
dieser Schauer, der mich dran erinnerte, lauter zu sprechen.
Während der deutschen Version hatte ich immer eine Stimme im Ohr von
einer Meditation, die ich daheim schon mal gehört hatte. Also passte
sich meine Stimme automatisch dieser Stimme an. Diese Stimme war aber nicht
so weich und lieblich, wie ich sonst rede, wenn ich durch Meditationen
führe. Sie war viel angespannter und härter. Es gefiel mir gar
nicht.
Das sagte ich auch. Ich merkte, dass ich etwas nervös wurde, da diese
Version in deutsch sein würde und alle Leute, die ich daheim kenne,
würden es hören können! Irgendwie kam ich mir so nackt vor,
als ob mir die Leute in die Seele gucken können. Das machte mich extrem
unsicher.
Wir besprachen das kurz und dann machten wir Pause, damit ich mich
sammeln konnte. Marcia war einverstanden damit, es nochmals zu versuchen.
Ausserdem erzählte ich, dass ich diese Sprache ja sonst nicht
spreche, ausser in der Schule. Ron war erstaunt, dass es ja gar nicht
meine Muttersprache sei. Und er fragte mich, ob ich es denn nicht
auch noch in meiner Muttersprache aufnehmen möchte. Ich war überrascht
und sofort begeistert. Ich hatte nicht gedacht, dass wir diese Möglichkeit
hätten.
Doch zuerst gab es die deutsche Nuss zu knacken.
Ich schrieb Swati ein SMS mit folgendem Text: „It works. But now
I’m not soft enough.“ „Es funktioniert, aber jetzt bin
ich nicht weich genug“. Und damit meinte ich unsere Technik vom lauter
reden. Doch Swati hatte nicht gesehen, von wem das SMS ist, da sie meine
Nummer von Amerika aus nicht gespeichert hatte. Deshalb war sie völlig
verwirrt und fragte schon ihren Mann, ob irgendeine geheime Freundin ihm
SMS schicke, die aus Versehen bei ihr gelandet seien. Sie schrieb zurück,
dass sie überhaupt nicht schnalle, was das solle. Also rief ich sie
schnell an. Inzwischen hatte sie aber rausgefunden wer ich bin und wir
mussten beide laut lachen. Das tat schon mal gut.
Ich erzählte ihr kurz von meinem Problem, und dass ich ganz nervös
sei. Sie meinte, ich solle das tun was ich sage und eine grosse Lichtkugel
machen, mich ganz ausdehnen und verbinden mit meinem Höheren Selbst.
Das tat ich dann auch. Und ich atmete eine Weile ganz bewusst, um all die Ängste
und Muster aufzulösen. Dann verband ich mich ganz mit meiner inneren
Weiblichkeit, so wie ich es einmal in einem Kurs bei Peru gelernt hatte.
(In diesem Kurs war ich völlig durch Zufall gelandet. Es hätte
eigentlich eine andere Veranstaltung stattfinden sollen und die war abgesagt
worden. So kam ich damals zu dem Wissen, das mir an diesem Tag weiterhalf.)
Das half dann. Ich wurde ruhig und war wieder ok. Jetzt konnte es weitergehen.
Diesmal klappte es besser mit der deutschen Version. Es tönte zwar
immer noch ein bisschen steifer als die englische, aber die deutsche Sprache
ist auch ganz anders als die englische. Also beliessen wir es dabei.
Nun wurde es etwas schwierig, denn Ron spricht kein deutsch, und
trotzdem gab es 2 Stellen, die wir korrigieren mussten. Ich sagte ihm einfach
immer, wann er wieder einsetzen musste, und er merkte sich die Nummern
auf dem Band. So schafften wir es dann trotzdem ziemlich schnell. Jetzt
war also auch die deutsche Version nach dem zweiten Durchgang im Kasten.
Wieder waren wir erstaunt, wie Musik und Text zusammenpasste, obwohl Marcia
kein Wort von dem was ich sagte verstand. Sie liess sich einfach von ihrem
Gefühl leiten.
Bei einer Stelle war ich jedoch zuerst etwas enttäuscht, da die Musik
nicht zum Text zu passen schien. Doch als ich es dann wieder anhörte,
ging mir plötzlich auf, dass es sehr wohl passte. Zumindest für
die Leute, die ich so kenne. Denn die Amerikaner die ich kenne, sind sehr
intuitiv und spontan. Sie werden die CD hören und gleich mitmachen
was ich sage. Die Deutschen oder Schweizer jedoch kenne ich eher vorsichtiger.
Sie werden zuerst hören was ich sage, bis sie die ganze Anleitung
kennen, und wenn es sich sicher anfühlt, werden sie „loslassen“ und
die Energie fliessen lassen. Die Musik beginnt in der deutschen Version
erst am Schluss der Anleitung zu fliessen. Das fand ich eine sehr interessante
Feststellung.
Dann kam die schweizerdeutsche Version. Und endlich fühlte ich mich
daheim. Das war die einfachste! Das war ich mich gewöhnt. Ich hatte
zwar nur das hochdeutsche Skript, aber ich übersetzte es während
dem Sprechen und das ging ziemlich gut. Schliesslich hatte ich schon x
Male durch Heilendes Herz in Schweizerdeutsch geführt. Ich konnte
es endlich so machen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte zwar
die Vorlage, aber trotzdem benutzte ich sie nur als Gedankenstütze
und liess den Rest einfach so kommen.
Diese Version kam gleich beim ersten Mal gut heraus. Und sie gefiel
mir. Meine Stimme war wieder weicher und etwas leiser, aber gut. Auch Marcia
hatte wieder ideal begleitet und hatte eine Höchstleistung erbracht.
Wieder ohne Unterbruch die diesmal 28 Minuten durchgespielt. Wir waren
aber alle froh, dass wir es nicht nochmals machen mussten. Denn jetzt waren
wir alle müde! Es war bereits 19 Uhr und wir hatten 6 Stunden fast
ohne Unterbruch daran gearbeitet.
Eigentlich hatten wir noch vorgehabt, die englische Version nochmals zu
versuchen, um zu sehen, ob ich mit meiner heute stärkeren und sichereren
Stimme vielleicht eine bessere Version hätte aufnehmen können.
Ich war mir jedoch nicht sicher, und auch Marcia meinte, dass das Weiche
in meiner Stimme auch das Spezielle ausmache. Und nach all der Arbeit an
diesem Nachmittag hatte niemand mehr wirklich Lust, die englische Version
nochmals zu versuchen. Also liessen wir es.
Jetzt mussten wir noch alle Versionen vom Aufnahmegerät auf den Computer überspielen.
Also 3 mal fast 30 Minuten. Ausserdem noch etwas bearbeiten und dann je
3 CDs davon brennen. Ich brauchte ja 2 Versionen. Eine mit der schweizerdeutschen
Version zuerst, und eine mit der englischen zuerst. Und Ron wollte auch
eine Kopie haben für sich.
So plauderten wir noch eine Weile miteinander und freuten uns über
die gute Zusammenarbeit. Wir hatten Rons geduldige und positive Art sehr
geschätzt. Auch er hatte es sehr genossen und die Arbeit mit uns als
Bereicherung erlebt. Speziell fanden wir auch, dass wir alle drei die gleiche
Einstellung hatten. Wir wollten das ganze möglichst natürlich
belassen, die Harfe wie eine Harfe klingen lassen und nicht gross herumbasteln
am virtuellen Klang. Das wäre ja gut möglich mit der Studioausrüstung.
Auch hatte Ron totales Verständnis für unsere offene Art, immer
alles einfach fliessen zu lassen ohne grosse Planung oder Übung. Wir
genossen es einfach dort zu sein in dieser Energie.
Marcia hatte mir noch ein Geschenk versprochen. Sie hatte einen Harfen-Pin
gekauft und ihn während der Kompositions-Phase immer in ihrer Tasche
dabei gehabt. Während der längeren Übungsphase, in der sie
die Musik immer wieder geübt hatte, hatte sie den Pin in die Harfe
gelegt, so dass er ganz in der Energie dieser Musik war. Auch während
dem Aufnehmen war er in der Harfe geblieben. Dieser Pin sollte ein Symbol
sein für diese Energie, diese Musik, diese CD. Er hat eine ganz spezielle
Energie. Man fühlt es richtig. Ich freute mich natürlich riesig über
dieses Geschenk.
Um 23.30 Uhr kamen wir dann aus dem Studio raus… Müde und hungrig!!
Aber zufrieden.
Marcia musste danach noch 45 Minuten heimfahren. Wir baten beide um Schutz
und Begleitung für sie, damit sie sicher heimkam. Und sie erzählte
später, dass sie an beiden Abenden auf der Heimfahrt eine freie Strasse
und eine grüne Welle gehabt habe und total schnell daheim war.
Am nächsten Tag im Kurs bei Doreen Virtue lernte ich dann Ellen aus
Florida kennen. Sie hatte auch gerade eine CD aufgenommen und hatte viele
Tipps, für das weitere Vorgehen damit. Im Kurs bekam ich dann auch
kurz die Möglichkeit, sie allen Teilnehmern vorzustellen. Doreen Virtue
schlug vor, sie im Kreis herumzugeben, so dass alle ihre „Blessings“ dazugeben
können.
Am Schluss des Kurses verkaufte ich dann schon meine erste CD, obwohl
ich sie erst in Rohform, nur als gebrannte CD-ROM ohne Kleber oder
Begleitheft hatte.
Daheim ging dann die richtige Arbeit erst los. Ein Presswerk
musste gefunden
werden, da einige Bekannte die Rückmeldung brachten, die gebrannte
CD funktioniere nicht in ihrer (etwas älteren) Musikanlage.
Ich informierte mich über EAN Code, Copyrights und Produktion im Ausland,
Zölle und alles Mögliche sonst noch, denn das alles war völliges
Neuland für mich.
Schliesslich übergab ich das Cover-Design einem Grafiker und habe
es nicht bereut, denn jetzt hat diese Meditation eine würdige Verpackung.
Ich hätte nie gedacht, dass es noch 4 Monate dauern würde nach
dem Termin im Studio, bis ich das fertige Produkt in meinen Händen
hielt.
Am Dienstag, 31. Mai 2005 war es dann so weit. 10 Monate nach der ersten
Frage nach einer CD, 8 Monate nach meinem ersten Treffen mit Marcia, und
fast 4 Monate nach dem Aufnahmetermin fuhr ein Camion vor und brachte mir
500 CDs. Ich freue mich riesig über all die Fügungen und Geschichten,
die ich mit diesem Projekt erleben durfte, und die schönen Erfahrungen,
die ich damit machen konnte. Ich möchte mich an dieser Stelle bei
allen Beteiligten, und allen, die mich auf irgend eine Weise unterstützt
haben, ganz herzlich bedanken!
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